So fing alles an….

So fing alles an....

So fing alles an….

Bevor es zu meinen leckeren einfachen und vor allen Dingen alltagstauglichen Rezepten geht würde ich euch gerne ein wenig darüber erzählen wie ich zu meiner veganen Ernährung kam und was sich für mich alles verändert hat. Und so fing alles an…

Mein Name ist Daniela und ich bin 49 Jahre jung. Als Jugendliche war ich immer recht schlank, aber mit dem Älter werden kamen auch gleichzeitig die Kilos dazu. Zu meinen Spitzenzeiten wog ich bei einer Größe von 160 cm stolze 87 kg. Also deutlich mehr als mein Wohlfühlgewicht.

Und so begann ich immer wieder mal die eine oder andere Diät, die es mir ermöglichen sollte, meine Pfunde wieder loszuwerden. Aber wer von euch kennt das nicht – eine tolle Diät, 5 kg leichter, super!

Die Diät ist beendet, denn man hat ja schließlich erreicht, was man wollte. Also kann ich jetzt wieder so essen wie vor der Diät. Leider ein Irrtum, wie ich immer wieder feststellen musste. Die 5 kg waren ruck zuck wieder auf meinen Hüften. Plus einen Bonus von nochmals 2 kg. Im Herbst 2012 habe ich aufgehört mich mit diesem Wahnsinn zu beschäftigen da ich nicht mehr an Erfolg glaubte. Ich habe mir stattdessen vorgenommen mich mit dem Thema Ernährung etwas näher zu beschäftigen. Ich kam dann schnell zu dem Schluss, dass ich mich einfach nur gesünder ernähren möchte. Also nicht abnehmen.

Ich habe im Netz natürlich jede Menge über gesunde Ernährung gefunden. Man wird ja regelrecht von Tipps und Vorschlägen erschlagen. Aber was von diesen verschiedenen Ernährungsumstellungen ist denn nun für mich die richtige? Und vor allem die gesündeste? Ich stand also vor einem Problem.

Es ergab sich, dass mein Cousin, den ich seit mehr als 15 Jahren nicht gesehen habe, mir über den Weg lief. Ich kannte ihn immer nur als sehr übergewichtigen jungen Mann. Vor mir stand aber ein extrem schlanker junger Mann. Mein Interesse war geweckt. Er lebt seit Jahren vegan. Meine Informationen aus dem Netz gingen jetzt nur noch in die Richtung Vegane Ernährung. Und siehe da, sie zählt auch noch zu den gesündesten Ernährungsformen. Dass man gleichzeitig einen Beitrag zur Umwelt und zur Massentierhaltung beiträgt, interessierte mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich. Das war mir dann erst mal zu viel an neuen Informationen. Ich konzentrierte mich also nur auf meine Ernährung.

Es war soweit, ich wollte jetzt unbedingt anfangen meine Ernährung umzukrempeln.  Der 2. Weihnachtstag 2012 sollte mein letzter Tag mit tierischen Lebensmitteln sein. Abends bin ich mit meinem Mann ins Steakhaus gefahren. Bestellt habe ich mir eine Fischplatte mit Gambas und Lachsfilet.

Da ich ja bereits in den Wochen vor Weihnachten viel Zeit in Supermärkten verbracht habe, um Etiketten zu lesen, war ich auf mein erstes Frühstück vorbereitet. Ich liebe nämlich Nutella Brötchen. Im Discounter fand ich dann auch einen leckeren und bezahlbaren Schoko-Aufstrich der mir sehr gut schmeckte. Damit war meine wichtigste Mahlzeit für diesen Tag schon mal gerettet.

Ja, was soll ich dir sagen, in den nächsten Wochen verbrachte ich viel Zeit in Discountern um sämtliche Zutatenlisten zu studieren. Ich wollte ja schließlich wissen was in Zukunft noch auf meinem Einkaufszettel stehen sollte. Anfangs war alles ein bisschen umständlich, weil mein Mann und mein Sohn sich weiterhin „normal“ ernähren wollten. Ich habe also anfangs immer 2 verschiedene Gerichte gekocht. Was mir allerdings nicht allzu viel ausmachte, da ich sehr gerne koche. Ich habe mit ganz einfachen Speisen angefangen, wie zum Beispiel Möhren-Eintopf, Grünkohl-Eintopf, Nudeln mit Tomatensoße usw. Eben einfache Gerichte, die ich sonst auch gekocht habe. Ich habe halt nur die Fleischeinlage weggelassen. Es schmeckte deswegen ja nicht schlechter.

Wenn ich allerdings mal Appetit auf Rotkohl und Kartoffeln hatte, dann fehlte mir doch etwas auf meinem Teller. Ich begann mich für „Fleischersatz “zu interessieren. Verschiedene Varianten habe ich ausprobiert. Seitan, Tofu oder auch Sojaschnitzel. Leider stellte ich fest, dass ich mich damit nicht anfreunden kann, da es mir überhaupt nicht schmeckt. Jetzt musste mal wieder die Suchmaschine im Netz herhalten. Ich bin dann oft auf selbstgemachte Gemüsebuletten gestoßen. Und das war es dann für mich. Lecker! Für mich war also klar, ich brauche keine Fertigprodukte als Fleischersatz. Ich mach es lieber selber.

Nach etwa 6 Wochen war ich dann soweit, dass ich mir meine Frühstücksbrotaufstriche und meine sogenannten „Fleischersatzbeilagen „selbst machte. Ich war mit meinen veganen Fortschritten sehr zufrieden. Aber was noch viel besser war, ich hatte doch tatsächlich 3 kg an Gewicht verloren. Dabei habe ich echt recht viel über den Tag verteilt gegessen. Ich musste ja schließlich die neuen interessanten Rezepte ausprobieren. Und da gehörten unter anderem auch Kuchen Plätzchen und Desserts zu. Also eigentlich Kalorienbomben pur. Außerdem stellte ich fest, dass ich dieses typische Völlegefühl, was man ja kennt, wenn man mal wieder zu viel von dem leckeren Menü zu sich genommen hat, überhaupt gar nicht mehr habe. Somit war für mich klar, das kann nur an den tierischen Fetten liegen.

Ein ganzes Jahr ist jetzt vergangen, und ich habe, ohne dass ich es in Betracht gezogen habe, 13 kg an Gewicht verloren.  Einen check up beim Hausarzt habe ich auch jetzt aktuell machen lassen, um kontrollieren zu lassen ob mir irgendwelche wichtigen Vitamine oder Mineralstoffe fehlen. Cholesterin und Eisenwerte waren bei mir immer schlecht gewesen. Heute ist alles bestens. So gute Blutwerte hatte ich noch nie. Für mich ist ganz klar, das war die beste Entscheidung meines Lebens. Und vermissen tue ich auch nichts. Es gibt für fast alles was lecker ist auch eine pflanzliche Alternative.

Da mein Mann feststellen musste, das mir mein Gewichtsverlust recht gut steht und er ja auch des Öfteren schon mal von meinem Teller probieren musste, hat er sich entschlossen 5 Tage mit mir zusammen vegan zu essen, und 2 Tage auch mal Käse oder einen Burger zu sich zu nehmen. Ich finde diesen Schritt echt toll.

Ich versuche möglichst auf Lebensmittel zu verzichten die es nur in bestimmten Läden zu kaufen gibt. Ich möchte damit zeigen, dass man auch vegan essen kann ohne das sich dies negativ auf den Geldbeutel auswirkt.

Wenn du noch ein wenig mehr über mich erfahren möchtest, dann lies einfach hier weiter.

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